Zeitkapsel der Back in Time Night 2024 mit Programm, Erinnerungsheft, Stickern und Veranstaltungsarmbändern

Zurück in die Vergangenheit: Mein Erlebnis der „Back in Time Night“ 2024 in Disneyland Paris

Am Freitag, dem 13. September 2024, war es endlich Zeit für die nächste Jahreskartenparty in Disneyland Paris. Unter dem Motto „Back in Time Night – The 2000s“ ging es zurück in die Disney-Welt der 2000er-Jahre. Ich war sehr gespannt auf den Abend und hatte als nicht abergläubischer Mensch überhaupt kein Problem mit dem angeblichen Unglückstag. Aber irgendwie hat er letztendlich doch ein paar Schatten über das Event geworfen.

Zwischen Menschenmassen, fehlender Kommunikation und einigen unschönen Situationen gab es zum Glück auch Musik, tolle Shows und schöne Momente mit anderen Disney-Fans. Was genau passiert ist und wie mir die Party insgesamt gefallen hat, erfährst du in meinem persönlichen Rückblick.

Überblick über die „Back in Time Night“

Die „Back in Time Night“ war ein besonderes Event für Jahreskarteninhaber im Disneyland Park. Mit einer Jahreskarte konnte man zusätzlich bis zu zwei Begleitpersonen ohne eigenen Pass mitbringen. Alle benötigten ein separates Eventticket, das regulär 59 € pro Person kostete. Damit war der Einlass am Veranstaltungstag bereits ab 18 Uhr möglich. Die Pre-Party startete um 19:30 Uhr, während das Hauptprogramm nach dem regulären Parkbetrieb von 22:30 Uhr bis 2:30 Uhr stattfand.

Genau zwei Wochen vorher, am 30. August 2024, wurde bekannt gegeben, dass die Veranstaltung ausverkauft war. Bei der „Treasure Night“ im März war das noch anders gewesen. Ich war also sehr gespannt, wie voll es dieses Mal werden würde.

An den Jahreskartenkassen mussten wir unsere Online-Tickets und die Jahreskarte vorzeigen, um das wichtige Armband für den Abend zu erhalten. Zusätzlich bekam jeder eine Art Zeitkapsel. Darin steckten der Veranstaltungsplan, ein kleines Heft zum Sammeln von Erinnerungen und ein passender Stickerbogen.

Shows und Veranstaltungen

Bei der „Back in Time Night“ gab es zwei besondere Shows: „Fantastic Medley“ auf dem Central Plaza und „High School Musical: Wildcats Fever!“ im Discoveryland. Beide wurden im Laufe der Nacht mehrfach aufgeführt, sodass man mehrere Gelegenheiten hatte, sie anzusehen.

Auch zwischen den Shows war an beiden Orten etwas los. Auf dem Central Plaza wurde beim „2000’s Party Megamix“ getanzt, während im Discoveryland die „Disney Channel Dance Party“ stattfand. Beide Musikangebote liefen mit Unterbrechungen für die Shows bis 2:30 Uhr.

Zusätzlich gab es eine Pre-Party im Frontierland, die bereits um 19:30 Uhr begann und leider nur eine begrenzte Kapazität hatte. Vor dem exklusiven Hauptprogramm fanden außerdem noch die reguläre „Disney Electrical Sky Parade“ und „Disney Illuminations“ statt – zusammen mit allen anderen Parkbesuchern.

Charaktere: Meet and Greets, Selfiespots und Co.

Das Besondere an den Jahreskartenveranstaltungen ist ja auch, dass man oft die Chance hat, seltene Charaktere zu treffen. Dieses Mal waren Disney- und Pixar-Charaktere angekündigt, die vor allem in den 2000er-Jahren eine Rolle gespielt haben. Auf den offiziellen Social-Media-Kanälen von Disneyland Paris und dem Disneyland Pass gab es vorab schon kleinere Hinweise darauf, wem man begegnen könnte.

Der Plan in unserer Zeitkapsel verriet zwar keine Namen, zeigte aber die Standorte, an denen man die Charaktere im Laufe des Abends treffen konnte.

Programm und Lageplan der Back in Time Night 2024 auf einem Bett in der Sequoia Lodge
Plan für die „Back in Time Night“, der in der Zeitkapsel enthalten war (auf dem Bett in der Sequoia Lodge)

Attraktionen, Restaurants und Shopping

Was darf bei einer Jahreskartenparty nicht fehlen? Richtig! Geöffnete Attraktionen, sodass man zwischendurch auch seine liebsten Fahrgeschäfte erleben kann. Bei der „Back in Time Night“ standen unter anderem Big Thunder Mountain, Phantom Manor, Pirates of the Caribbean und Buzz Lightyear Laser Blast bis 2:30 Uhr zur Verfügung.

Auch für den Hunger und Durst war gesorgt. Mehrere Restaurants und Imbisse hatten während des Events geöffnet, allerdings mit unterschiedlichen Schlusszeiten. Während einige bereits um 23:30 Uhr schlossen, konnte man sich im Café Hyperion noch bis 1 Uhr und im Market House Deli sowie in der Cookie Kitchen bis 2 Uhr etwas holen.

Wer zwischendurch noch Merchandise oder zusätzliche Kleidung brauchte, konnte außerdem in ausgewählten Shops wie dem Emporium und Constellations stöbern.

Das Pre-Event und meine Erfahrungen damit

Damit erstmal genug Informationen rund um die Jahreskartenparty. Sprechen wir lieber darüber, wie es lief und was ich selbst erlebt habe. Für mich war es das zweite Jahreskarten-Event in Disneyland Paris. Die „Treasure Night“ im März 2024 hatte mir thematisch ziemlich gut gefallen. Allerdings hatte uns das Wetter damals einen Strich durch die Rechnung gemacht: Es regnete fast während der gesamten Veranstaltung.

Ich hatte also vor allem den Wunsch, dass dieses Mal das Wetter mitspielt. Und bis auf einen kurzen Regenschauer hatte ich damit tatsächlich Glück.

Eine lange Warteschlange – aber für was eigentlich?

Aber von vorne: Zum ersten Mal gab es schon eine Pre-Party vor der eigentlichen Party. Diese war für einen kleinen Bereich im Frontierland angekündigt und sollte um 19:30 Uhr starten. Francesco von sparkle_of_wonder wollte den Tag des Events nutzen und hat eine Art Community-Projekt ins Leben gerufen, bei dem wir möglichst viele gleichgesinnte Disney-Liebhaber auf einem Bild vereinen wollten. Eigentlich hatten wir versucht, dieses Foto kurz vor dem Pre-Event im Frontierland aufzunehmen. Einige waren dadurch schon frühzeitig vor Ort und haben gemeldet, dass bereits vor 19 Uhr eine lange Warteschlange entstanden ist, weil natürlich alle Interesse an der Pre-Party hatten.

Das Endergebnis war also, dass einige sich lieber schon mit in der Warteschlange eingereiht haben, da niemand wusste, wie limitiert die Kapazität sein würde. Genauso wenig gab es Informationen darüber, was uns eigentlich bei dieser Pre-Party erwartet. Ich selbst war nach einer kurzen Verschnaufpause in der Sequoia Lodge kurz vor 19 Uhr im Frontierland und habe gesehen, wie sich schon eine Masse an Menschen vor einer Barrikade versammelte. Tatsächlich habe ich es gerade so noch durch diese erste Kontrolle geschafft und durfte mich in die eigentliche Warteschlange einreihen. Das Ende der Schlange war allerdings für mich nicht sofort erkennbar, sodass ich stattdessen erstmal vor dem Cowboy Cookout Platz genommen habe.

Zum Glück habe ich dann jemanden aus der Gruppe für das Community-Projekt getroffen. Wir haben uns also zusammengesellt, um die Wartezeit zum Quatschen zu nutzen. Das war auch der Moment, wo auf einmal der Regen begann und ich befürchtete, dass das Event erneut ins Wasser fallen könnte. Zum Glück dauerte der Regen nur ungefähr eine halbe Stunde. Zusammen mit Celine habe ich also auf den Beginn der Pre-Party gewartet und noch immer war unklar, wie diese eigentlich ablaufen würde.

Blick aus der Magic-Shot-Warteschlange auf die Besucher der Pre-Party im Frontierland
Sicht von der Warteschlange des Magic Shots auf die einströmenden Menschen bei der Pre-Party

Die Pre-Party beginnt endlich!

Mit etwas Verspätung ging es dann endlich los. Der zweite Kontrollpunkt wurde geöffnet und die Schlange setzte sich in Bewegung. Direkt am Anfang warteten Disney-Charaktere, die uns begrüßten und für erste Fotos zur Verfügung standen. Darunter waren unter anderem Donald und Daisy Duck in einer Art Farm-Kostüm mit Strohhut und Sonnenblumen. Das war ganz nett, aber man hat schon hier gemerkt, wie stark die Menschen auf Charaktere fokussiert sind. Nach nur kurzer Zeit hatte sich bereits eine Traube formiert, sodass man kaum noch an die Charaktere herangekommen ist.

Wir sind stattdessen weiter der Schlange gefolgt, da wir dachten, es gäbe vielleicht eine Veranstaltung im Frontierland Theater. Das war allerdings geschlossen. Am „Critter Corral“ fanden wir dann aber einen Magic Shot von „Cars“. Es gab zwar keine Mitteilung, wie das Bild aussehen würde, aber da die Warteschlange noch sehr kurz war, nutzten wir die Chance und stellten uns an. Während wir dort warteten, konnten wir ziemlich gut beobachten, was drum herum alles passiert ist. Und ich muss sagen: Es hat mich einfach wahnsinnig schockiert!

Ziska und Marvin beim Cars Magic Shot während der Pre-Party
Der Magic Shot von „Cars“ mit Marvin und mir bei der Pre-Party der „Back in Time Night“

Menschenmassen, Stress und fehlende Kommunikation

Es gab einige frei umherlaufende Disney-Charaktere. Etwas, das man sonst ja eher nicht aus Disneyland Paris kennt. Die Idee fand ich eigentlich schön, aber an diesem Abend konnte ich sehen, wie schwierig das bei so vielen Menschen werden kann. Sobald ein Charakter oder ein Charakter-Paar irgendwo stand, versammelte sich sofort eine Menschentraube darum. Teilweise wurden die Charaktere massiv bedrängt, weil alle unbedingt ein Foto oder Video haben wollten. Ein Weiterlaufen war so kaum möglich.

Durch meine Größe konnte ich meist über die Köpfe hinwegschauen und zumindest erkennen, um welchen Charakter es sich handelte. Für viele andere dürfte selbst das schwierig gewesen sein.

Eine dichte Menschenmenge umringt Disney-Charaktere bei der Pre-Party
Alle versammeln sich um die Charaktere, sodass man kaum noch erkennen kann, um wen es sich handelt

Später konnten wir sogar beobachten, wie ein Kind direkt vor Donald Ducks Füße lief und von ihm umgerannt wurde. Für mich sah es so aus, als hätte er das Kind in seinem Kostüm nicht rechtzeitig sehen können. Die Situation konnte schnell aufgelöst werden. Aber es wurde kurze Zeit später noch schlimmer, sodass ich irgendwann nicht mehr wusste, was ich hier gerade miterleben muss.

Um einen Disney-Charakter gab es wieder einige Menschen, die unbedingt ein gemeinsames Foto schießen wollten. Bei manchen Leuten hat dann irgendwann eine Art Egoismus eingesetzt, sodass man sich gegenseitig weggeschoben hat. So auch bei dieser Situation. Eine Frau hat eine andere Frau förmlich wegdrängen wollen, um selbst ein Foto machen zu können. Beide waren anscheinend eh schon nervlich angekratzt, denn es ist extrem schnell eskaliert und es flogen direkt „F*ck you“ und weitere Beschimpfungen. Als dann die ersten Handgreiflichkeiten einsetzten, ging zum Glück sofort jemand dazwischen und zog die beiden Frauen auseinander.

Mein Fazit zur Pre-Party

Für mich war das aber der Moment, wo ich nervlich nicht mehr konnte. Das ganze Pre-Event war in meinen Augen einfach purer Stress. Zum einen lag das an der fehlenden Kommunikation von Disney, wie diese Party ablaufen sollte und was man erwarten könnte. Außerdem waren die Kontrollpunkte und Warteschlangen schlecht organisiert und es fehlte aus meiner Sicht an Personal, um die Situation zu ordnen. Die normalen Besucher wussten zum Beispiel gar nicht, warum sie nicht mehr in diesen Teil des Frontierlands kommen konnten und versuchten immer wieder, sich an der Blockade vorbeizudrängeln.

Bei dem Pre-Event selbst wären feste Meet and Greets wahrscheinlich besser gewesen, sodass man sich ordentlich hätte anstellen können. Statt dass alle Menschen durcheinander drängen und jedem Charakter hinterherrennen. Es gab auch extra großartige Wände, die passend zum Thema gestaltet waren. Aber diese hat man fast gar nicht wahrgenommen, weil überall Menschentrauben standen und man vor lauter Stress gar nicht wusste, wohin man schauen oder gehen soll.

Wir selbst haben versucht, auch Fotos mit den Charakteren zu bekommen. Bei dem ein oder anderen hat es nach einiger Zeit auch geklappt. Wir haben aber immer versucht, den nötigen Abstand zu wahren und die Charaktere nicht zu bedrängen. Bei „Klarabella“ zum Beispiel habe ich sogar gewartet, bis sie selbst auf mich zugekommen ist und mich umarmt hat. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie anstrengend es für die Cast Member in den Disney-Charakteren gewesen sein muss, an diesem Abend beim Pre-Event zu arbeiten. Hut ab dafür!

Die Auswahl der Charaktere war übrigens echt groß und eigentlich echt toll. Gesehen haben wir: Donald und Daisy Duck, Minnie und Mickey Mouse, Dagobert Duck, Chip und Chap, Klarabella und Rudi Ross, Goofy und Max sowie das Trio Tick, Trick und Track.

Parkschließung und Übergang zur eigentlichen „Back in Time Night“

Zur Vorbereitung auf die eigentliche Jahreskartenparty sind wir kurz vor Parkschließung aus dem Frontierland hinaus und in Richtung Central Plaza. Eigentlich wollten wir uns noch einen Platz für „Disney Illuminations“ suchen, aber viele bekannte Wege waren plötzlich abgesperrt und es war unklar, wo wir überhaupt noch lang konnten. An diesen Barrikaden sammelten sich auch wieder massiv die Menschen, weil einfach die Transparenz bzw. Kommunikation von Disney fehlte. Also selbst normale Parkbesucher hatten so ziemliche Einschränkungen und waren frustriert.

Wir standen letztendlich in der Nähe von „Casey’s Corner“ an einem Zaun. Zwar ohne Sicht auf das Schloss und das Feuerwerk. Aber das war mir vor allem in diesem Moment egal. Ich wollte einfach nur mal durchatmen und meine Nerven beruhigen. Menschenmassen wie im Frontierland bei der Pre-Party sind einfach für mich wahnsinnig anstrengend.

Aber auch am Central Plaza hat man die allgemeine schlechte Stimmung der Menschen gemerkt. Sie waberte förmlich über den Köpfen und wir konnten das von unserem Platz aus gut beobachten. Es gab Personen, die über Zäune geklettert sind, auf die Souvenir- und Imbisswagen hinauf oder sonst alle Regeln gebrochen haben. Auch Raucher außerhalb der Raucherbereiche standen neben uns. Die Cast Member hatten echt alle Hände voll zu tun, die Leute zur Ordnung anzuweisen und wurden teilweise dabei noch ignoriert. Es war ein Schauspiel, das ich so vorher noch nicht erlebt habe.

Gruppenfoto der Disney-Community vor dem Plaza Gardens Restaurant
Unser Community-Projekt-Foto vor dem Plaza Gardens Restaurant

Community-Projekt und Start der „Back in Time Night“

Nach „Disney Illuminations“ machten sich dann die normalen Parkbesucher auf den Heimweg, während die Teilnehmer der „Back in Time Night“ im Park bleiben durften. Dafür hatten wir extra unser Armbändchen erhalten, das auch zu Beginn regelmäßig kontrolliert wurde. Einige aus der Community-Projekt-Gruppe trafen sich vor dem Plaza Gardens Restaurant, wo wir dann endlich unser Foto aufnehmen konnten. Von dort aus verteilten sich dann die Gruppen in alle Richtungen.

Es war noch etwas Zeit bis zum offiziellen Start der Party, aber wir durften bereits die noch geöffneten Attraktionen fahren. Unser Weg führte uns ins Discoveryland zu „Buzz Lightyear Laser Blast“, wo wir als Gruppe mit ungefähr acht Personen hintereinander in den Wagen saßen und einiges an Spaß hatten. Im Anschluss ging es direkt zur ersten Show: „Fantastic Medley“ auf dem Central Plaza.

Projektionen auf dem Dornröschenschloss während der Show Fantastic Medley
Projektionen auf dem Dornröschenschloss: Das „Fantastic Medley“ auf dem Central Plaza

Diese bestand aus Projektionen auf dem Schloss, Feuerwerk, Musik, Tänzern und Charakteren. Es ging musikalisch durch die 2000er-Jahre mit bekannten Hits, die man sonst nur noch selten hört. Auf den kleinen Bühnen auf dem Central Plaza tanzten Tänzer und Charaktere gemeinsam und verliehen der Show ihre Abrundung. Ich selbst konnte mit vielen Songs nicht ganz so viel anfangen, aber war dafür einfach von der Show und dem Feuerwerk begeistert.

Nach Abschluss des „Fantastic Medley“ blieb der Central Plaza nicht leer. Stattdessen gab es einen Wechsel auf den „2000’s Party Megamix“. Im Eingang des Dornröschenschlosses stand ein DJ am Pult, der ordentlich eingeheizt hat. Es wurden bekannte Songs aus den 2000er-Jahren gespielt, die ich zum Beispiel selbst noch aus den Disco-Zeiten von damals kannte. Auf den kleinen Bühnen blieben Charaktere und Tänzer zurück, die die Stimmung angeheizt haben. Insgesamt fand ich das Konzept super und würde mich freuen, so etwas öfter zu erleben.

Das Unglück schlägt zu oder auch schlechte Kommunikation

Aber! Es blieb halt nicht ohne Komplikationen an diesem Abend. Während des Medleys standen wir etwas außerhalb und wollten für die Disco näher dran. Es war auch genügend Platz vorhanden, sodass wir in Richtung der kleinen Bühnen auf dem Central Plaza gegangen sind. Aber auch hier haben wir schnell wieder die fehlende Kommunikation von Disney und den Cast Membern gemerkt.

Denn als ich gerade ein Foto aufnehmen wollte, begann ein Cast Member, genau diesen Bereich abzusperren. Darüber wurde ich vorher nicht informiert. Ich stand noch im Weg, als er das Absperrseil spannte, und bekam es dabei in den Bauch gezogen. Hier hätte ich mir etwas mehr Rücksicht und eine klare Ansage gewünscht. Man hätte mir auch einfach sagen können, dass dieser Bereich jetzt abgesperrt werden soll. Dann wäre ich freiwillig an einen anderen Ort gegangen.

Denn so ein Absperrseil in den Bauch gezogen zu bekommen, kann ich definitiv nicht empfehlen! Anders sah es bei dem Rest meiner Gruppe aus. Wir hatten eine Person mit einem gebrochenen Zeh dabei. Das lief bisher unproblematisch. Aber hier kam jetzt der Wendepunkt, wo der Unglückstag wohl zuschlug. Denn auch beim Rest meiner Gruppe wurde der Bereich abgesperrt und ein Cast Member schubste die Personen weg, statt auch hier einfach offen zu kommunizieren.

Es kam, wie es kommen musste. Durch das Schubsen trat eine von uns der Person mit dem gebrochenen Zeh auf ebendiesen und damit war der Abend eigentlich fast gelaufen. Wir haben uns natürlich erstmal um unsere verletzte Person gekümmert und einige Zeit im „Hyperion“ verbracht. Von dort aus konnten wir zumindest gut ein Meet and Greet beobachten und konnten abwechselnd zu den Shows am Central Plaza und im Discoveryland.

„High School Musical“ im Discoveryland

Später am Abend bzw. in der Nacht wollte ich mir dann auch die Show „High School Musical: Wildcats Fever!“ ansehen. Zwar kenne ich „High School Musical“, bin aber kein großer Fan davon und auch nicht damit aufgewachsen. Im Gegensatz zu vielen anderen Personen, die vor Ort im Discoveryland dabei gewesen sind.

Leider gab es hierfür keine gesonderte Bühne, sondern die Show fand ebenerdig vor dem „Starport“ statt. Die Cast Member hatten Linien auf den Boden angebracht, hinter denen man stehen musste. Dass diese Begrenzungen eingehalten wurden, kontrollierten sie genau. Völlig in Ordnung für mich. Auch wenn es dadurch schwer war, im Discoveryland von einer Stelle zur nächsten zu kommen, wenn eine Show lief bzw. einige Zeit vorab. Wer also „Star Tours“ fahren wollte, hatte hier teilweise echt Probleme.

Die Tänzer kamen aus dem Backstage-Bereich zwischen Fantasyland und Discoveryland angelaufen, begleitet von passender Musik. Die eigentliche Performance war dann vor dem „Starport“, wo sich immer eine Traube von Menschen schon versammelt hatte. Kleinere Personen hatten dadurch ziemliche Schwierigkeiten, überhaupt etwas von der Show mitzubekommen. Ich selbst konnte zwar über viele Köpfe hinwegschauen, habe aber trotzdem nicht wirklich viel gesehen. Das fand ich etwas schade für meine Begleitungen, die große Fans von „High School Musical“ sind.

Trotzdem war die Stimmung insgesamt aber sehr gut. Alle haben laut mitgesungen, teilweise mitgetanzt, wenn es vom Platz her möglich war. Selbst die Cast Member waren teilweise ziemliche „High School Musical“-Fans und haben ebenfalls mitgemacht. Das hat mir echt gut gefallen und so eine Stimmung hatte ich mir auch erhofft. Daher war das immerhin sehr positiv.

Disney-Charaktere tanzen während der Party auf den Bühnen am Central Plaza
Disney-Charaktere, die als Tänzer während der Disco-Zeit auf dem Central Plaza unterwegs sind

Keine Lust mehr auf Meet and Greets

Da wir nach dem unglücklichen Unfall alle etwas durch waren, hatte ich keine große Lust, wirklich bis zum Ende der „Back in Time Night“ um 2:30 Uhr zu bleiben. Zumal keine Abschlussshow angekündigt war, die ich verpassen könnte. Auch habe ich mich an keinem anderen Meet and Greet mit Charakteren mehr anstellen wollen. Einige aus unserer Community-Projekt-Gruppe berichteten von schlechter Organisation und Wartezeiten von über drei Stunden bei einzelnen Meet and Greets. Außerdem erzählten sie von Frustration in den Warteschlangen und kleineren Auseinandersetzungen. Selbst erlebt habe ich diese Situationen nicht, aber nach unseren bisherigen Erfahrungen wollte ich mir weiteren Stress einfach nicht mehr antun.

Im Nachgang des Events habe ich mir dann angesehen, welche Charaktere man so hat treffen können. Natürlich hätte ich gerne den ein oder anderen gesehen. Aber wer weiß, wofür es nachher gut war. Besonders gefreut hätte ich mich zum Beispiel über „Bärenbrüder“-Charaktere, „Tarzan“-Charaktere und „Bolt“. Letzteren habe ich zumindest im Discoveryland kurz an seinem Meet and Greet sehen können.

Fazit

Das mag alles teilweise sehr negativ klingen und ich habe mir auch absichtlich lange Zeit gelassen, bis ich den Bericht geschrieben habe. Aber es ändert einfach nichts an meinen Erfahrungen, die ich bei der „Back in Time Night“ in Disneyland Paris gemacht habe. Wäre es mein erstes Jahreskarten-Event gewesen, hätte mich das tatsächlich etwas abgeschreckt. So hatte ich aber zum Glück auch schon andere Einblicke durch die „Treasure Night“ im März.

War es meine letzte Veranstaltung dieser Art? Nein! Definitiv nicht. Dafür gab es trotz allem auch schöne Momente, und durch die „Treasure Night“ wusste ich, dass so ein Abend für mich auch anders laufen kann.

Die Idee der „Back in Time Night“ fand ich auch richtig großartig! Gerade das Konzept mit der Disco am Central Plaza und dem DJ im Dornröschenschloss kann gerne öfter umgesetzt werden. Die Musikauswahl war super und ich habe noch ein bisschen tanzen können, bevor ich den Park frühzeitig verlassen habe. Das allein hätte mir gereicht, um glücklich zu sein. Lediglich die negativen Erlebnisse drumherum haben mir den Abend etwas kaputt gemacht.

Was ich mir wünschen würde für die Zukunft? Definitiv mehr Transparenz und Kommunikation. Mir ist bewusst, dass Disneyland Paris nicht zu viel vorab verraten möchte, um Überraschungen nicht zu verderben. Das meine ich auch gar nicht. Aber gerade bei der Pre-Party hätte man grob sagen können, was man zu erwarten hat, damit man dann eigenständig entscheiden kann, ob sich das Anstehen lohnt. Außerdem sollte man hier klar kommunizieren, wie viel Platz es gibt und ab wann etwas voll ist. Am besten auch Schilder mit Hinweisen oder eben mehr Personal, sodass auch die normalen Parkbesucher Bescheid wissen, was hier eigentlich gerade passiert. Allgemein habe ich den Nutzen der Pre-Party nicht gesehen und weiß nicht, ob sich so etwas wirklich lohnt. Aber die Idee war zumindest ganz nett.

Trotz allem fand ich es schön, wieder zu einer Jahreskarten-Party vor Ort zu sein. Denn das heißt auch, dass man viele bekannte Gesichter sieht und man auch neue Leute kennenlernen kann. Der Park ist vergleichsweise leerer und man hat Zeit, seine liebsten Attraktionen (mehrfach) zu fahren. Außerdem kann man immer wieder seltene Charaktere treffen und vielleicht den ein oder anderen Schnappschuss machen.

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